Veröffentlicht am: 19.10.2016

Fahrradunfälle bei Kindern werden immer häufiger

Fahrradunfälle bei Kindern werden immer häufiger

Kinder ab 10 Jahren sind als Radfahrer besonders gefährdet. In den letzten 10 Jahren verunglückten jährlich etwa 12 000 Kinder mit ihrem Fahrrad in Deutschland. 1 800 davon wurden schwer verletzt und ungefähr 30 davon sogar getötet. Bei 30 % der Fahrradunfälle von Kindern kommt es zu schweren Kopfverletzungen, da ohne Helm gefahren wurde.

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Gerade bei Kindern sollte man die Risiken absichern. Auf ihrem Schulweg sind Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, doch bei allen Freizeitaktivitäten gilt dieser Schutz nicht. Deswegen ist es ratsam, seine Kinder über eine private Kinderunfallversicherung abzusichern. Diese leistet bei Unfällen in der Freizeit, zu Hause und in der Schule und deckt außerdem in der Regel die finanziellen Folgen einer dauerhaften Verletzung des Kindes ab.

Das Gesetz unterscheidet bei der Haftung, bei Unfällen im Straßenverkehr mit Minderjährigen, zwischen Unfällen mit Kraftfahrzeugen und anderen Unfällen. Da Kinder erst ab dem 10. Lebensjahr imstande sind, die Risiken und Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und sich dementsprechend verhalten, haften Kinder unter 10 Jahren bei einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug nicht.

Bei Unfällen mit Radfahrern oder Fußgängern haften Minderjährige zwischen 7 und 18 Jahren immer dann, wenn sie aufgrund ihres Alters das Risiko und die Gefahr des Handelns hätten erkennen können. In solchen Fällen greift eine private Familienhaftpflichtversicherung, auch dann, wenn Eltern eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vorgeworfen werden kann.

Autofahrer müssen beachten, dass sie für die Schäden an ihrem eigenen Fahrzeug selbst aufkommen, sollte das Kind jünger als 10 Jahre sein. Solche Schäden können allerdings über eine Kaskoversicherung abgesichert werden.

Tipps für Eltern

Es gibt ein paar Tipps für Eltern, die helfen können, damit das Kind sicher und unverletzt in der Schule ankommt. Als erstes sollte man mit dem Kind den Schulweg oft mit dem Fahrrad üben, damit das Kind weiß, wo es lang fahren muss und wie es sich wo genau zu verhalten hat. Außerdem sollte man regelmäßig kontrollieren, ob das Fahrrad des Kindes verkehrstauglich ist. Licht und Bremsen müssen funktionieren, mehrere Reflektoren müssen angebracht sein und auch die Klingel muss im Verkehrslärm gut hörbar sein. Außerdem sollte das Kind wissen, dass es keine Musik beim Radfahren hören soll und dass das Telefonieren auf dem Fahrrad verboten ist. Des Weiteren sollte man als Elternteil ein Vorbild sein. Man sollte einen Helm tragen, nicht bei Rot über die Ampel fahren und bei Dunkelheit sollte man das Licht an machen.

Zu guter Letzt bieten viele Grundschulen auch eine „Fahrradausbildung“ für Kinder an, in der auch eine theoretische und eine praktische Radfahrprüfung abgelegt werden muss.

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