Veröffentlicht am: 07.06.2017

Rad- und Mountainbike-Touren mit Kindern: Das ist wichtig

Rad- und Mountainbike-Touren mit Kindern: Das ist wichtig

Was gibt es Schöneres, als in der warmen Jahreszeit die Freizeit gemeinsam mit der Familie in freier Natur zu verbringen und die Schönheiten in der näheren Umgebung oder am Urlaubsort zu entdecken? Doch gerade mit jüngeren Kindern, die sich auf zwei Rädern vielleicht noch etwas unsicher bewegen, gilt es einiges zu beachten, wenn sich die Eltern mit den Kids gemeinsam auf Entdeckungsreise begeben wollen. Denn nur mit einer entsprechend guten Vorbereitung wird die gemeinsame Radtour zu einem Riesenspaß für jeden.

Weil Sicherheit wichtig ist

Dass Kinder die entsprechende Schutzausrüstung wie Helm und Protektoren tragen müssen, sollte für die Eltern eine Selbstverständlichkeit sein. Allerdings sollten sie vor dem Start auch einen Blick auf das Rad ihres Kindes werfen. Dabei muss nicht nur gecheckt werden, ob die Bremsen einwandfrei funktionieren. Wichtig ist auch die Frage, ob Sattel und Lenker optimal an die Größe des Kindes angepasst sind. Nur dann ist ein ausreichendes Maß an Sicherheit gewährleistet und das Kind verliert nicht den Spaß am Radfahren. Der Grund für diesen Check: Auch wenn das Rad zu Beginn der Radsaison optimal auf die Größe des Kindes eingestellt wurde, kann dies nach wenigen Wochen schon wieder Makulatur sein. Das Kind braucht zwischenzeitlich nur einen kleinen Wachstumsschub von einigen Zentimetern erlebt zu haben und die Einstellungen passen nicht mehr.

 Das gilt natürlich auch, wenn die Eltern ein neues Rad oder Cube Mountainbike für ihr Kind kaufen. Aus den genannten Gründen ist es umso wichtiger, die passende Wahl zu treffen und Fahrräder beziehungsweise Mountainbikes an den Nutzer anzupassen.

Die Route will gut geplant sein

Auch wenn Kinder im schulpflichtigen Alter in aller Regel die Herausforderung einer langen Radtour lieben, sollten die Eltern darauf achten, diese nicht zu überfordern. Das gilt insbesondere, wenn die Familie im Urlaub eine mehrtägige Radtour unternimmt. Hervorragend eignen sich flache Strecken, auf denen keine allzu großen Steigungen vorhanden sind. Das ist bei zahlreichen Radfernwegen in Deutschland, die als familienfreundlich eingestuft sind, der Fall, aber auch auf Strecken im europäischen Ausland wie etwa am Donau-Radweg, der von Passau auch nach Wien führt.

Wichtig ist jedoch nicht nur die Streckenführung. Die Eltern sollten bei der Routenplanung auch darauf achten, welche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten oder Badeseen sich entlang der Strecke bieten. Das beste Beispiel hierfür ist der Aller-Radweg, der unmittelbar an einem Freizeitpark vorüber führt. Jede Menge zu entdecken gibt es aber auch auf vielen anderen Routen, etwa am Diemelradweg, der von zahlreichen Burgruinen gesäumt ist. Und auch die Pausenmöglichkeiten unterwegs sind ein wichtiger Aspekt, insbesondere für kleinere Kinder, die aber schon selbst mit dem Rad fahren können.

Unternehmen die Eltern eine Tour mit kleineren Kindern, die noch nicht selbst fahren, sondern im Anhänger mitgenommen werden, können sie die Routenplanung dagegen voll und ganz auf ihre eigene Leistungsfähigkeit hin ausrichten. Doch auch hier sind die Pausenplätze wichtig. Denn stundenlanges Sitzen im Anhänger langweilt die Kinder und sie werden schnell unzufrieden. Abhilfe schaffen spannende Pausenplätze wie Abenteuerspielplätze oder Ausflugslokale, die über große Spielplätze verfügen. Dort können sich die Kids nach Herzenslust austoben. Informationen zum Routenverlauf und Zielen unterwegs finden die Eltern im Rahmen der Tourenvorbereitung im Internet oder lassen sich bei den örtlichen Tourist-Infos erfragen.

Was ist bei Mountainbike-Touren zu beachten?

Mountainbikes sind zwar speziell dafür ausgerichtet, Radtouren auf einem eher holprigen Untergrund zu unternehmen. Doch auch hier gilt der Grundsatz, dass die Eltern die Tour im Vorfeld sorgfältig planen sollten. Besser als ein Ausflug in die Berge ist für eine Mountainbike-Tour mit Kids eine Strecke durch einen Wald. Dort erwartet die Kinder jede Menge Action und zu steile Anstiege und Abfahrten lassen sich geschickt umgehen. Diese vermiesen den Kindern nämlich nicht nur den Spaß, sondern stellen auch eine unnötige Gefahrenquelle dar – vor allem wenn die Kinder noch nicht wirklich sicher auf dem Mountainbike fahren können.

Steigungen bieten für Kinder aber auch noch andere Hürden: Weil das Gewichtsverhältnis zwischen Rad und Fahrer äußerst ungünstig ist, ermüden die Kinder schon bei leichten Steigungen schnell. Auch müssen sie das richtige Schalten am Berg erst lernen.

Eltern sollten sich deshalb in jedem Fall ein realistisches Ziel setzen. Im Zweifelsfall gilt: Die Tour sollte eher zu kurz als zu lang gewählt werden. Haben sich die Kinder noch nicht komplett verausgabt und Lust auf mehr, lässt sich zum Schluss problemlos noch eine Extra-Runde anhängen. 

Die Pausen sollten bei Rad- und Mountainbike-Touren am besten schon zu einem Zeitpunkt eingelegt werden, bevor das Kind erschöpft ist. Muss es bis zum Ende seiner Kräfte fahren, bleibt nämlich der Spaß ganz schnell auf der Strecke.

Ferner sollte die Route so geplant werden, dass sie jederzeit abgekürzt werden kann. Denn vielleicht spielt auch das Wetter einmal nicht so mit, wie es sollte. In diesem Fall sollten die Eltern besser eine Abkürzung nehmen – schließlich steht beim Mountainbiken ja in erster Linie der Spaß im Vordergrund. Sollte es dem Kind einmal an Motivation fehlen, lässt sich diese mit der Aussicht auf eine kleine Belohnung am Ende der Fahrt unter Umständen wiederbeleben.

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