Veröffentlicht am: 01.06.2018

Den ersten Schultag wieder richtig vorbereiten

Den ersten Schultag wieder richtig vorbereiten

Als erste Bundesländer starten Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in die Sommerferien. Für alle Kinder und Jugendliche, die bereits in die Schule gehen, bedeutet das Spaß, Entspannung und Urlaub. Für viele Eltern ist die Zeit aber auch eine stressige. Denn die Vorbereitungen für die Einschulung müssen getroffen werden. Es gibt vieles zu besorgen und auch die Frischlinge müssen auf den ersten Tag vorbereitet werden. Doch was muss man alles besorgen, um den ersten Schultag erfolgreich werden zu lassen und auch die Kinder nicht zu überfordern?

Alles langsam angehen

Wichtig ist es nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen. Der erste Schultag bedeutet sowohl für die Eltern als auch die Kinder eine große Umstellung. Denn aus der spaßigen Zeit im Kindergarten mit stundenlangem Toben wird eine Zeit mit großer Verantwortung und Bedeutung. Die kommenden neun bis zwölf Jahre sollen dann für den Rest des Lebens entscheidend sein. Heutzutage ist ein guter Schulabschluss so bedeutend wie nie zuvor, deshalb sollte man auch schon von Anfang an alles geben. Bereits einige Monate vor der Einschulung kann man mit den Vorbereitungen beginnen.

Ein wichtiger Schritt kann es hierbei sein, die Schulsachen mit dem Kind zu besorgen oder auszusuchen. Das fängt bei der Wahl des Schulranzens an und endet beim Aussehen der Stifte. Kinder können sehr wählerisch sein. Eltern sollten geduldig, aber auch bestimmt sein. Das Kind sollte das Gefühl bekommen, das eine große Verantwortung mit den Erledigungen verbunden ist. Das wird auch bei der Besorgung der Schulbücher klar. Eltern können mit den Frischlingen bereits einen ersten Blick in diese Bücher wagen.

Vorbereitungen auch intellektuell gestalten

Nicht nur die Erledigungen sind wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen, sondern auch das intellektuelle Gestalten der Freizeit. Kindern sollten auch schon vor der Schule mit den elementaren Bestandteilen des Schullebens in Kontakt kommen. Das Kennenlernen von Zahlen und Rechenoperationen, das gemeinsame Lesen von Büchern, das Malen geometrischer Formen, all das kann Bestandteil der Vorschulzeit sein. Grundsätzlich ist es wichtig, den Kindern viele Perspektiven zu öffnen und ihnen die Welt zu zeigen. Vor der Einschulung sollten Kinder auch schon einwandfrei sprechen können. Doch es ist nicht immer so.

Die Probleme unserer Zeit

Der Verband der Pädagogen, sowie viele Bildungseinrichtungen schlagen Alarm. Viele Kinder werden eingeschult, ohne dass sie die grundlegenden kognitiven und motorischen Fähigkeiten erworben haben. So können viele Kinder gar nicht richtig sprechen oder nur bröckchenweise. Etwas, wofür eigentlich nicht unbedingt die Schulen verantwortlich sind. Doch die Last wird immer mehr auf die Seite der Bildungseinrichtungen geschoben. Jedoch können sich Schulen nicht um jeden Einzelfall kümmern. So bleiben entweder einzelne Kinder zurück oder die gesamte Klasse leidet unter den Sonderfällen.

Als Schuldigen der Misere sehen viele Pädagogen die digitalen Medien. Während früher der Fernseher als Übeltäter dastand, kommen heute noch PC, Smartphones und Tablets dazu. So wundert es kaum mehr, dass auch Erstklässler bereits teure Smartphones besitzen. Das Phänomen der Helikoptereltern verbreitet sich immer stärker. Ein Risiko für Gesellschaft und den Nachwuchs.

Unterstützend dabei sein – aber mit Maß

Eltern sollten die Kinder immer unterstützen. Doch das auch nur in Maßen. Denn die Auseinandersetzung mit einem Problem und die eigenständige Lösung dieses Problems sind Teil des schulischen Lebens und auch der Zeit danach. Im Leben wird es viele Hindernisse geben und die Eltern können dann nicht immer helfen. Während es die ersten Jahre noch einfach ist den Kindern zu helfen, hört bei vielen das Wissen bereits in den weiterführenden Schulen auf. Eltern sollten keine Hausaufgabendiener sein, sondern vielmehr mental fördern und als Motivatoren dienen. Ein „du schaffst das“ ist oft langfristig hilfreicher, als das Machen der Hausaufgaben.  

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