Veröffentlicht am: 17.12.2015

Tipps für den Familienurlaub mit dem Auto

Tipps für den Familienurlaub mit dem Auto

Wichtige und nützliche Tipps für den Familienurlaub 2015, wenn die Familie mit dem Auto verreist. Was man unbedingt bedenken sollte.

 

1. Tipps zur Gestaltung des Urlaubs mit Kindern

 

Natürlich sollten auch die Bedürfnisse der Kinder bei der Urlaubsplanung berücksichtigt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, schon vorher nach möglichen kinderfreundlichen Aktivitäten zu schauen. Dazu gehören beispielsweise Zoobesuche, Muscheln sammeln am Strand oder auch ein Tag in einem Freizeitpark. Auch eine Tretboot-Tour kann Kindern viel Spaß bereiten. Sollte die gewählte Umgebung nur wenige solcher Aktivitäten zulassen, ist eigene Kreativität erforderlich. So kann beispielsweise eine Nachtwanderung für die Kleinen sehr spannend sein oder auch eine Schnitzeljagd, bei der es etwas Schönes zu finden gibt.

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Die wichtigsten Tipps zur Gestaltung des Urlaubs mit Kindern:

-      Bereits vorher kinderfreundliche Aktivitätsmöglichkeiten suchen

-      Kreative Lösungen finden (Nachtwanderungen, Schnitzeljagden)

-      Auf die Wünsche der Kinder eingehen

-      Den Tagesablauf der Kinder auch im Urlaub beibehalten

 

2. Welche Dokumente sollten bei einem Familienurlaub mitgeführt werden?

Bei den mitzuführenden Dokumenten dürfen Personalausweise bzw. Reisepässe und die Kinderausweise des Nachwuchses nicht fehlen. Um für den Fall einer eintretenden Krankheit oder eines Unfalls gerüstet zu sein, sollte auch der Impfpass nicht im Reisegepäck fehlen. Verreist das Haustier mit, muss ein entsprechender EU-Heimtierausweis mitgeführt werden. Zu den wichtigen Dokumenten gehört auch der Führerschein. Auch wenn die grüne Versichertenkarte in vielen Ländern mittlerweile nicht mehr zur Pflicht gehört, erleichtert sie die Schadensregulierung im Fall der Fälle trotzdem sehr und sollte daher ebenfalls Bestandteil der Dokumentenmappe sein.

 

Wichtige Dokumente im Überblick:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Kinderausweise
  • Impfpass
  • EU-Heimtierausweis für Haustiere
  • Führerschein
  • Grüne Versichertenkarte

 

3. Was darf im Reisegepäck nicht fehlen?

Neben den klassischen Bestandteilen der Urlaubsausrüstung, gibt es einige Dinge, die unbedingt ins Reisegepäck gehören. Dazu gehört beispielsweise eine kleine Reiseapotheke. Diese sollte vor allem auch im Hinblick auf die Kinder gut ausgestattet sein. Da die Kleinen gerne herumtoben, können schnell Schürfwunden entstehen. Aus diesem Grund sind eine gute Wund- und Heilsalbe sowie Pflaster unerlässlich. Auch eine Zeckenzange darf nicht fehlen, da Zecken gerade im Sommer sehr aktiv sind. Ein Mittel gegen Fieber sollte für alle Fälle auch eingepackt werden. Die Reiseapotheke ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Reisegepäcks, weil sie im Notfall für Erste-Hilfe-Maßnahmen sinnvoll ist und zudem auch dabei hilft, kleinere gesundheitliche Probleme zu überwinden.

Je nach Region muss für einen guten Sonnenschutz gesorgt werden. Gerade Kinderhaut ist sehr empfindlich und kann bei Sonne Schäden davontragen. Beim Griff zu Sonnenschutzmitteln ist es zudem entscheidend, dass nur für Kinder produzierte Sonnencremes verwendet werden. Diese sollten zudem UV-A und UV-B Strahlen blocken und einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufweisen. Auch Kleidung bietet einen guten Lichtschutzfaktor. Deshalb sollten unbekleidete Hautstellen niemals zu lange der Sonne ausgesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Reisegepäcks ist das Lieblingskuscheltier der Kinder. Zu diesem haben die Kleinen eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. Es spendet ihnen Trost und gibt ihnen Geborgenheit. Gerade deshalb sollte es auch als Reisebegleiter dabei sein. Dies erleichtert auch das Einschlafen in der Nacht.

Weitere wichtige Utensilien stellen Spielzeug für die Kinder sowie Proviant für unterwegs dar. Gerade bei langen Fahrten und hohen Temperaturen ist es außerdem wichtig, viel Wasser zu sich zu nehmen. Auch die Reisekasse sollte nicht außer Acht gelassen werden

 

Was gehört in das Reisegepäck:

-      Reiseapotheke (Koffer)

-      Ohrenstäbchen (Koffer)

-      Nagelschere (Koffer)

-      Spielzeug für die Kinder (Koffer)

-      Sonnenschutzcreme (Auto)

-      Lieblingskuscheltier (Auto)

-      Wasser und Proviant (Auto)

-      Reisekasse und Kreditkarte (Auto)

 

4. Was sollte man bezüglich der Entfernung bis zum Reiseziel und der Urlaubsdauer bedenken?

Die Entfernung bis zum Urlaubsort ist bei einer Anreise mit dem eigenen Auto ein wichtiger Faktor. So sollte man bereits vor Reiseantritt mögliche Tankstellen, die sich häufig ganz einfach online in speziellen Tankstellenverzeichnissen finden lassen, auf der geplanten Reiseroute markieren und die Reisekasse entsprechend ausstatten. Darüber hinaus ist es unumgänglich regelmäßige Pause einzulegen, um ausgeruht und konzentriert am Steuer sitzen zu können. Pausen sind zudem auch für mitreisende Haustiere enorm wichtig, da diese schnell überhitzen und nach langer Zeit auf beengtem Raum Auslauf benötigen. Kinder sollte während der Fahrt mit Hörspielen, Büchern oder Reisespielen beschäftigt werden, um ihnen die Reisezeit zu verkürzen. Regelmäßige Zwischenstopps verschaffen außerdem ein wenig Bewegungsfreiheit und lassen sich für kleine Mahlzeiten nutzen.

 

5. Was kann bei Reiseübelkeit von Kindern oder auch Haustieren zu helfen?

Kinder zwischen 2 und 12 Jahren leider recht häufig an Reiseübelkeit (Kinetose). Da diese jedoch auf der Rückbank sitzen, können sie sich nicht durch einen frontalen Blick auf die Straße ablenken. Aus diesem Grund sind regelmäßige Pausen wichtig. Helfen kann auch, zwischendurch immer wieder das Fenster zu öffnen, um frische Luft ins Auto zu lassen. Wie bei Kindern empfiehlt sich au bei Tieren die Konsultierung eines Arztes bevor entsprechende Medikamente gegen Reisübelkeit, die oft mit Nebenwirkungen verbunden sind, verabreicht werden.

 

6. Sicherheit – mit gutem Gefühl in die Ferien

Wer mit dem Auto in den Urlaub fahren möchte, sollte immer für ein entsprechendes Maß an Sicherheit sorgen. Laut §22 und 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist die Ladung daher so zu verstauen, dass sie während der Fahrt nicht umfallen oder hin- und herrollen kann. Auch Tiere sind während der Fahrt so zu sichern, dass sie Seh- und Hörvermögen sowie die Reaktionsfähigkeit des Fahrers nicht beeinflussen. Bei kleineren Tieren genügt dazu eine Transportbox, die mit einem Gurt auf dem Rücksitz befestigt werden kann. Besonders ruhige Tiere, die an lange Autofahrten gewöhnt sind, können alternativ mit einer geeigneten Anschnallvorrichtung auf der Rückbank gesichert werden. Größere Hunde sollten hingegen im Kofferraum mitreisen, der durch ein entsprechend stabiles Gitter vom restlichen PKW-Innerraum abgetrennt wird.

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und einer Größe von unter 1,50 Meter dürfen laut §21 Abs. 1a StVO nur mitgenommen werden, wenn es entsprechende Rückhalteeinrichtungen gibt. Dabei handelt es sich um spezielle Sitze mit besonderen Gurten. Da diese jedoch grundsätzlich bei jeder Fahrt mit einem Kind notwendig sind, dürften Familien hier keine zusätzlichen Vorbereitungen treffen müssen.

 

7. Wie wird das Auto richtig beladen?

Aus sicherheitstechnischen Gründen darf ein Fahrzeug niemals überladen werden. Die zulässige Beladung lässt sich im Fahrzeugschein errechnen, denn dort ist sowohl die „Leermasse“ als auch das „zulässige Gesamtgewicht“ verzeichnet. Wer diese beiden Daten voneinander abzieht, erhält die mögliche Zuladung. Nur der Fahrer wird bei beiden Werten bereist berücksichtig.

Die schweren Gepäckstücke sollten dabei möglichst nahe der Hinterachse verstaut werden. Das Gewicht sorgt für zusätzliche Stabilität und gibt somit Sicherheit auf der Straße. Darüber hinaus sollte keine Lücken gelassen werden, weil sonst Rutschgefahr besteht. Das leichte Gepäck kann oben drauf gelagert werden, sollte jedoch mit Netzen oder Spanngurten gesichert werden. Wenn Gegenstände bei einer Vollbremsung durch das Fahrzeug fliegen, können Sie zu tödlichen Geschossen werden. So können Gepäckstücke mit einem Gewicht von 500 Gramm eine Kraft von bis zu 5kg erzeugen und Insassen des Fahrzeugs stark verletzen.

Die richtige Beladung ist also sehr wichtig, um die Sicherheit während der Reise zu gewährleisten. Bei einer Überladung oder mangelnder Sicherung kann ein Bußgeld von bis zu 90 Euro erhoben werden.

 

Die wichtigsten Punkte zur richtigen Beladung:

-      Zulässiges Gesamtgewicht bei der Beladung nicht überschreiten

-      Schweres Gepäck nahe der Hinterachsen möglichst weit unten verstauen

-      Leichteres Gepäck obendrauf mit Netzen oder Spanngurten absichern

-      keine Lücken beim Verstauen aufkommen lassen

 

8. Wie verhält man sich bei einem Stau richtig?

In der Ferienzeit kommt es nicht selten vor, dass auf den Autobahnen Stau herrscht. Eine solche Situation ist für Menschen generell belastend, weil die nervliche Anspannung steigt. Hohe Temperaturen und genervte Mitreisende sorgen für Übriges. Um zu einer möglichst schnellen Auflösung des Staus beizutragen, sollte daher einige Verkehrsregeln eingehalten werden. Grundsätzlich wichtig ist es, stets vorausschauend und defensiv zu fahren. Wer hingegen schnell anfährt und abrupt abbremst, verbraucht nicht nur mehr Sprit, sondern bringt mitunter auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Häufige Spurwechsel sorgen zudem für eine Verschlimmerung des Staus.

Gemäß den Verkehrsregeln ist es nicht erlaubt, auf einer Autobahn das Fahrzeug zu verlassen, unabhängig davon, ob der Verkehr rollt oder aufgrund eines Staus zum Erliegen gekommen ist. Bei längeren Stopps ohne jegliche Bewegung lohnt es sich, den Motor abzuschalten. Für Einsatzfahrzeuge der Polizei sowie für Krankenwagen und Feuerwehr ist stets eine Rettungsgasse freizuhalten. Diese sollte bei zweispurigen Autobahnen in der Mitte entstehen und bei dreispurigen Straßen zwischen der linken und der mittleren Spur. Da Rettungsfahrzeuge häufig auch den Seitenstreifen nutzen, sollte dieser zudem keinesfalls für nicht notwendige Stopps oder unerlaubte Überholmanöver bzw. für schnelleres Vorankommen während eines Staus genutzt werden.

 

9. Was ist bei einem Stau bezüglich der Kinder zu beachten?

In einem Stau können vor allem Kinder sehr schnell die Geduld verlieren. Dabei kommt es vor, dass sie weinen oder schreien. Vielleicht müssen die Kleinen zudem noch auf die Toilette. Solche Situationen sind für alle Beteiligten sehr belastend. Als Familie sollte der Beifahrer sich während eines Staus intensiv mit den Kindern beschäftigen und ihnen die Situation erklären. Das Prinzip der Ablenkung funktioniert meist sehr gut, indem man den Kleinen etwas vorliest oder ein Spiel spielt. Sollte dies nichts nutzen und das Kind kann sein WC-Bedürfnis nicht mehr halten, sind kreative Lösungen gefragt. Im Stau sind Toiletten meist unerreichbar, sodass ein Behältnis zweckentfremdet werden darf.

 

Die wichtigsten Stau-Tipps im Überblick:

-      Beifahrer sollte sich auf die Kinder konzentrieren

-      Die Situation erklären

-      Für Ablenkung sorgen durch Vorlesen, Spiele oder Gespräche

-      Bei dringendem WC-Bedürfnis des Kindes im Notfall weniger wichtige Behältnisse zweckentfremden

 

10. Was ist bei einer Panne oder einem Unfall zu tun?

Leider gehören auch Unfälle und Pannen zum Alltag im Straßenverkehr. Sollte man selbst in einen Unfall verwickelt worden sein, gibt es einige wichtige Verhaltensregeln zu berücksichtigen. So ist zunächst die Situation abzuschätzen und bei unmittelbarer Lebensgefahr erste Hilfe zu leisten. Der erste Schritt stellt die Absicherung der Unfallstelle mit einem Warndreieck dar. Auf diese Weise werden andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig gewarnt und es wird verhindert, dass andere Fahrzeuge auf die Unfallstelle auffahren und die bereits in den Unfall verwickelten Personen zusätzlich gefährden.

Als Nächstes ist ein Notruf abzusetzen, um Polizei und Rettungskräfte über den Unfall zu informieren. Unverletzte Unfallbeteiligte sollten die Fahrbahn so schnell wie möglich verlassen und hinter der Leitplanke auf die Rettungskräfte warten. Bei Bagatellschäden müssen auch die Autos schnell die Fahrbahn räumen und auf dem Seitenstreifen abgestellt werden. Darüber hinaus sollte der Unfall anschließend vorsorglich der eigenen Kfz-Versicherung gemeldet werden. Wer über einen Schutzbrief verfügt oder den ADAC-Pannenservice nutzen kann, wird zudem nach Aufnahme des Unfalls durch die Polizei kostenfrei abgeschleppt.

In Bezug auf die eigenen Kinder gelten einige Besonderheiten. So sollte stets ein Elternteil bei ihnen bleiben und sie müssen als Unverletzte die Fahrbahn so schnell wie möglich verlassen. Es ist wichtig, dass sie jemanden bei sich haben, an den sie sich anlehnen können. Gerade nach einem Unfall stehen Kinder unter Schock, sodass sie betreut werden müssen. Natürlich ist es wichtig, ihnen die Situation zu erklären. Dies nimmt ihnen den Schrecken und sie können sich auf etwas anderes konzentrieren als den Unfall.

 

Redaktioneller Hinweis

Diese Informationen wurden Ihnen von dem Portal KfzVersicherungen.org zur Verfügung gestellt. Hier gelangen Sie direkt zur Webseite, auf der Sie neben Informationen zur Kfz Versicherung auch zahlreiche interessante Ratgeber-Artikel rund ums Auto finden.

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